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Hintergrund

Mit E-Autos in Richtung Zukunft

Björn Wendel ist Produktmanager für E-Mobilität bei TWL. Er betreut auch die Ausstattung von Gebäuden der BASF Wohnen + Bauen mit Ladestationen. (Bild: Alexander Grüber)

Mit E-Autos in Richtung Zukunft

TWL bringt die E-Mobilität in der Rhein-Neckar-Region voran

Die Zukunft gehört den E-Autos. Fahrzeuge, die leise, sauber und bald auch automatisiert und vernetzt fahren, versprechen, die Städte von Smog und Lärm zu befreien. Mit Know-how und innovativen Dienstleistungen gestaltet der Ludwigshafener Energieversorger TWL diesen Wandel in der Mobilität mit.

An E-Autos führt kein Weg vorbei. Elektrische Antriebe spielen eine wichtige Rolle, um Smog und Lärm in Ballungszentren auszubremsen. Denn weltweit stecken Städte in Staus, Lärm und Abgase machen die Menschen krank. „Die E-Mobilität wird den Verkehr der Zukunft in den Metropolen maßgeblich prägen“, sagte Prof. Dr. Stefan Bratzel, Direktor des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch-Gladbach, in einem Interview.

Schon jetzt können E-Autos die Luftqualität in vielen Städten verbessern; fahren sie mit Ökostrom, wird die Vision vom emissionsfreien Verkehr Realität. „Künftig werden E-Autos Teil des Ökosystems von Mobilitäts- und Energiedienstleistungen sein. Sie können mit den Solarzellen auf dem Hausdach geladen werden, und die Batterien werden als intelligenter Puffer für das Energienetz eingesetzt“, meint der Autoexperte Stefan Bratzel.

Verbreitung von E-Autos: Norwegen fährt vor

Lademöglichkeiten für E-Autos sind gefragt. (Bild: Alexander Grüber)

Allerdings fährt Deutschland anderen Ländern in Sachen Elektromobilität weiterhin hinterher. Anfang 2017 waren auf deutschen Straßen etwa 55.000 Fahrzeuge mit Elektro- oder Plug-in-Hybridantrieb unterwegs, ihr Anteil bei den Neuzulassungen lag bei nur 0,8 Prozent. In Norwegen dagegen, dem Musterland der Elektromobilität, fährt bereits fast jedes dritte neu zugelassene Auto mit Strom.

Doch Deutschland soll aufholen und sich nach dem Willen der Bundesregierung und von Industrie, Wissenschaft und Verbänden zum Leitmarkt für alternative Antriebe entwickeln. Damit bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge über deutsche Straßen rollen, wurden verschiedene Förderprogramme etabliert, etwa ein Umweltbonus, der den Absatz von E-Autos und Hybrid-Pkw ankurbeln soll. Bislang allerdings blieb die Verbreitung der Stromer trotz dieser Starthilfen hinter den Erwartungen zurück.

Viele Fragen rund ums Laden von E-Autos

Dabei sind E-Autos für die meisten Deutschen durchaus interessant, wie eine von TWL geförderte Studie der Hochschule Ludwigshafen bereits 2016 ermittelte. Dass das Thema weiter Fahrt aufnimmt, zeigt unter anderem die steigende Zahl der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in Ludwigshafen. Seit 2012 wuchs der Bestand von 172 auf inzwischen 670 Stromer und Hybride. Und auch der Informationsbedarf hat stark zugenommen, wie Björn Wendel, Produktmanager für E-Mobilität bei TWL, beobachtet hat: „Wir bekommen inzwischen fast täglich Anrufe von Privatleuten und Gewerbetreibenden mit Fragen rund um Lademöglichkeiten für Elektroautos.“

TWL engagiert sich bereits seit einigen Jahren dafür, dass E-Autos in der Region vorankommen. „Die Elektromobilität ist ein wichtiger Wachstumsmarkt, in den wir unser gesamtes Know-how einbringen können“, betont Björn Wendel. Wenn es etwa darum geht, größere Bestandsimmobilien mit Ladeinfrastruktur nachzurüsten, ist die E-Expertise des Energieversorgers gefragt. Denn nicht immer sind der Hausanschluss, die Leitungsinfrastruktur und die Kapazität des Stromnetzes für die höhere Last ausgelegt, die beim gleichzeitigen Laden mehrerer E-Autos entsteht.

Emissionsfrei mobil mit E-Expertise aus LU

TWL kann Kunden ganzheitlich in allen Fragen rund um die Stromer unterstützen – von der Beratung und Netzkapazitätsprüfung, über die Planung, Installation und Wartung bis hin zum Lastmanagement und Notdienst. Durch strategische Partnerschaften mit Ladenetzwerken und Herstellern, gehört sogar die Abrechnung von Ladevorgängen zum Service: „Wir können auch individuelle Abrechnungslösungen für Privatkunden anbieten, die ihren Firmenwagen zu Hause laden möchten“, sagt Björn Wendel.

Eigene Erfahrungen und Kundenwünsche bringt TWL auch in die Entwicklung von Wallboxen ein. Diese an der Hauswand installierten Anschlussstellen verbinden E-Autos mit dem Stromnetz eines Gebäudes. TWL kooperiert mit verschiedenen Herstellern, um Kunden die jeweils am besten passenden Systeme anzubieten. Und schließlich ebnet das Unternehmen mit seinem TWL-Solarpaket umwelt- und kostenbewussten Hausbesitzern nicht nur den Weg zur eigenen Solaranlage, sondern auch zur emissionsfreien Mobilität.

TWL stattet Wohngebäude mit Ladestationen aus

Das breite Kompetenzspektrum kommt gut an. Für private und gewerbliche Kunden aus der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar ist TWL ein gefragter Partner. Vor allem öffentliche Einrichtungen, Bauträger und Wohnungsgesellschaften wissen das Know-how rund um die E-Mobilität zu schätzen.

In der Tiefgaraage der Hohenzollern-Höfe in Ludwigshafen-Friesenheiten installierte TWL sechs Ladesäulen für E-Autos für die BASF Wohnen + Bauen. (Bild: Alexander Grüber)

So auch BASF Wohnen + Bauen. Gemeinsam mit dem Energieversorger stattete das Wohnungsunternehmen der BASF den Gebäudekomplex Hohenzollern-Höfe in Friesenheim mit Ladeinfrastruktur aus. In der Tiefgarage des modernisierten Ensembles stehen nun sechs Stellplätze mit E-Ladestationen für die Bewohner bereit. „Die Elektromobilität ist eine der Technologien, um den Wunsch nach individueller Mobilität mit der Verringerung lokaler Emissionen in Einklang zu bringen. Daher halten wir es für wichtig, den Bewohnern unserer Gebäude, wo es möglich ist, Ladeplätze für E-Autos anzubieten“, sagt Jürgen Schlotthauer, Leiter Haustechnik bei BASF Wohnen + Bauen.

Zurzeit prüft das Unternehmen bei verschiedenen Quartieren, ob sich Stellplätze für die Installation von Ladestationen eignen. Konkret geplant sind entsprechende Anlagen bereits bei einem neu entstehenden Gebäude in der Ruthenstraße. Wie im Quartier Hohenzollern-Höfe kooperiert BASF Wohnen + Bauen auch dort mit dem Ludwigshafener Energieversorger: „TWL hat sich bereits bei anderen gemeinsamen Projekten als zuverlässiger Partner erwiesen“, betont Jürgen Schlotthauer.

Auch die beiden Wallboxen an der Feuerwache Nord wurden von TWL installiert. Dort lädt unter anderem die Notfallseelsorge Ludwigshafen ihren E-Golf auf. Mit dem von TWL gestifteten Einsatzwagen fahren die ehrenamtlichen Helfer zu Menschen, die in einer Krisensituation Unterstützung benötigen.

Öffentliches Ladenetz in Ludwigshafen wird dichter

Das öffentliche Ladenetz für E-Autos wird dichter. TWL installiert neue Standorte. (Bild: Publik)

Für den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Ludwigshafen macht sich TWL ebenfalls stark. Bereits 2015 errichtete der Energieversorger im Parkhaus Walzmühle in der Innenstadt zwei Stationen mit insgesamt sechs Ladepunkten für E-Autos. Mit einer weiteren öffentlichen Ladesäule hat TWL zwei Parkplätze am Ludwigsplatz elektrifiziert. Darüber hinaus sollen noch in diesem Jahr fünf neue Ladestationen für E-Autos installiert werden. Geplant sind Standorte am Hedwig-Laudien-Ring in Oggersheim, am Pfalzgrafenplatz im Stadtteil Süd, am TWL-Innovationszentrum „Freischwimmer“ in Friesenheim, auf dem Gelände der GML Abfallwirtschaftsgesellschaft im Stadtteil West sowie in der Hemshofstraße im Hemshof.

„Einschließlich unserer fünf geplanten Anlagen sind wir für den aktuellen Fahrzeugbestand in Ludwigshafen gut aufgestellt“, sagt Daniel Röder, der zuständige Projektleiter in der Unternehmensentwicklung von TWL. Mit den Ladesäulen will das Unternehmen das Thema Elektromobilität insgesamt sichtbarer machen. „Wir wollen damit Anreize für Menschen schaffen, die noch kein E-Auto haben“, meint Daniel Röder. Damit bald möglichst viele Ludwigshafener in die umweltfreundlichen Stromer umsteigen.