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Wilhelm-Hack-Museum spiegelt die Kunst des 20. Jahrhunderts

Der katalanische Maler und Bildhauer Juan Miró schuf die Keramikfassade für das Wilhelm-Hack-Museum. Sie ist das unverwechselbare Wahrzeichen des Hauses. (Bild: Stadtverwaltung Ludwigshafen/Joachim Werkmeister)

Wilhelm-Hack-Museum spiegelt die Kunst des 20. Jahrhunderts

Wilhelm-Hack-Museum feiert 40. Geburtstag: Meisterwerke im Blick

Das Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum feiert seinen 40. Geburtstag. Dabei stellt das Haus ausgewählte Meisterwerke seiner Sammlung sowie hochkarätige Leihgaben in den Fokus. Die Jubiläumsschau mit großem Begleitprogramm läuft noch bis Ende Januar 2020.

Für Fans moderner und zeitgenössischer Kunst ist das Wilhelm-Hack-Museum eine feste Adresse. Seit 40 Jahren präsentiert die Ludwigshafener Institution die wichtigsten Strömungen in der Kunst von Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Dabei bildet die Sammlung des Kölner Kaufmanns Wilhelm Hack mit Meisterwerken der Moderne den Schwerpunkt. Ihn ergänzen wichtige Werke des Expressionismus und der Konkreten Kunst aus der Städtischen Sammlung sowie internationale Pop Art und Konzeptkunst des Düsseldorfer Rechtsanwalts Heinz Becker.

Kein Wunder also, dass das Haus in der Fachwelt und beim Publikum hochgeschätzt ist. Das zeigt auch der Andrang zur Jubiläumsschau „Darf ich dir meine Sammlung zeigen? 40 Jahre – Meisterwerke zu Gast“. Bereits am Eröffnungswochenende vom 13. bis 15. September kamen zahlreiche Besucher.

Leihgaben würdigen das Wilhelm-Hack-Museum

Der britische Künstler Martin Creed gestaltete den Eingangsbereich des Wilhelm-Hack-Museums mit seinem Gemälde aus 188 Farbflächen. (Bild: Wilhelm-Hack-Museum)

Bei der Ausstellung stehen neben ausgewählten Werken der Sammlung bedeutende Leihgaben im Fokus. Diese „Gratulanten“ spiegeln die Auswahl der wichtigsten Institutionen, mit denen das Wilhelm-Hack-Museum seit seiner Gründung zusammenarbeitet. Dazu gehört unter anderem das Von der Heydt-Museum in Wuppertal. Es ist mit dem Gemälde „Mädchen mit Fischglas“ von August Macke in der Schau vertreten. Das Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid sandte Lionel Finingers „Lady in Mauve“ als Geburtstagsleihgabe nach Ludwigshafen.

Darüber hinaus ergänzen zeitgenössische Arbeiten die Schau. So gestaltete der Turner-Preisträger Martin Creed die zentrale Wand des Museums mit einem großen Gemälde. Mit dem Werk, das auch 188 Farbflächen besteht, verknüpft der britische Künstler Konkrete Kunst mit Konzeptkunst.

Ein Museum im Spiegel der Zeit

Natürlich widmet sich die Jubiläumsausstellung auch der spannenden Geschichte des Museums. Historische Dokumente, Filme und Fotos geben einen Einblick in wichtige Ereignisse von der Gründung bis heute. Plakate früherer Ausstellungen zeigen die Vielfalt der Themen, die das Wilhelm-Hack-Museum in den vergangenen 40 Jahren besetzte.

Die Schau ist noch bis zum 26. Januar zu sehen. Ergänzend dazu haben die Museumsverantwortlichen ein großes Begleitprogramm auf die Beine gestellt. Es bietet zahlreiche Führungen, die Gesprächsreihe „Fragen wagen – was Sie schon immer über Kunst wissen wollten“ sowie ein philosophisches Café. Außerdem gibt es thematisch passende Art-Lounges, die Live-Musik mit Kunstgenuss verbinden. Und auch die Filmabende am Mittwoch stehen ganz im Zeichen des Jubiläums. Dabei zeigt das Wilhelm-Hack-Museum unter anderem die Dokumentationen „Warhol“ (23. Oktober) und „The Price of Everything“ (13. November).