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Im Klimaquartier Süd beginnt die Zukunft

Die Mundenheimer Straße mit ihren vielen Einkaufsmöglichkeiten gehört ebenfalls zum Klimaquartier Süd. (Bild: Stadt Ludwigshafen)

Im Klimaquartier Süd beginnt die Zukunft

Ludwigshafener Stadtteil soll energetisch vorankommen

Mehr Lebensqualität und weniger CO2-Emissionen verspricht das Projekt Klimaquartier Süd für die Bewohner des Ludwigshafener Stadtteils Süd. Bei dem von der KfW geförderten Projekt dreht sich alles darum, das innerstädtische Viertel energetisch zu sanieren. Neben externen Experten wie TWL bringen auch Bürger ihre Anregungen ein. Bei einem Quartierspaziergang können Interessenten am Mittwoch, 15. August, zum letzten Mal Vorschläge zum Sanierungskonzept beisteuern.

Das Klimaquartier Süd bietet eine große Chance für alle, die in dem Ludwigshafener Stadtteil wohnen, arbeiten, einkaufen oder dort öffentliche Einrichtungen nutzen. Denn wenn das Gebiet südlich der Innenstadt in eine nachhaltige Zukunft startet, profitieren sie auf ganzer Linie. Entsprechend groß ist das Interesse der Bewohner, gemeinsam ein Konzept für das Klimaquartier zu entwickeln. Seit Anfang 2017 ergriffen viele interessierte Bürger die Chance, in Workshops die Möglichkeiten eines umweltbewussten Zusammenlebens auszuloten und ihre Ideen zur Weiterentwicklung des Stadtteils einzubringen.

In Workshops erarbeiteten Bewohner des Stadtteils Ideen für die energetische Sanierung im Klimaquartier Süd. (Bild: Stadt Ludwigshafen)

Klimaquartier Süd spart CO2

Die Förderbank KfW unterstützt das Klimaquartier Süd dabei, ein Konzept für die Sanierung zu erstellen. In den nächsten drei Jahren werden die darin definierten Maßnahmen gemeinsam mit Bewohnern und Bürgern umgesetzt. Hierfür richtet der Bereich Stadterneuerung voraussichtlich noch im August ein Sanierungsmanagement im Quartier ein. Die Experten koordinieren die privaten Sanierungsprojekte und helfen Hauseigentümern etwa bei Fragen der Finanzierung.

Das Klimaquartier Süd umfasst ein etwa 25 Hektar großes Viertel südlich der Hochstraße Süd, zwischen Wittelsbacher Straße, Roonstraße und Friedrich-Heene-Straße. Als innerstädtisches Mischgebiet mit guten Einkaufsmöglichkeiten, vielen Restaurants und Schulen hat es enormes Potenzial, aber auch großen Modernisierungsbedarf. Gesucht sind also Maßnahmen, die den CO2-Ausstoß senken und die Lebensqualität vor Ort erhöhen.

Stadtteil Süd saniert für mehr Lebensqualität

Daher geht es im Klimaquartier Süd zum einen um die energetische Sanierung von öffentlichen und privaten Gebäuden. Diese reicht von gedämmten Fassaden über den Einbau neuer Fenster bis hin zum Anschluss an das Fernwärmenetz und den Bau von Photovoltaikanlagen. Darüber hinaus werden auch die Verkehrsinfrastruktur und Mobilitätskonzepte betrachtet, um Schadstoffemissionen zu reduzieren. Aktuell arbeiten bereits Schüler aus dem Stadtteil an einer App, über die schulintern Mitfahrgelegenheiten koordiniert werden sollen. Know-how für die Themen E-Mobilität und nachhaltige Energieversorgung bringt TWL als externer Experte ein.

Neue Nutzungskonzepte für Gebäude und Freiflächen sind im Klimaquartier Süd ebenfalls gefragt. Sie sollen das umweltbewusste Zusammenleben im Viertel voranbringen. Und auch mehr Grün spielt eine wichtige Rolle im Projekt. Denn bepflanzte Innenhöfe, Fassaden und Dächer fördern die Wohnqualität und das gesunde Klima in der Innenstadt.

Die Abschlussveranstaltung „Süd saniert“ beginnt am Mittwoch, 15. August, mit einem Quartierspaziergang. Los geht es um 17 Uhr am Haupteingang der Herz-Jesu-Kirche in der Mundenheimer Straße 218. Um 18 Uhr folgt eine Diskussionsrunde im GAG Infocenter in der Rheinpromenade 10. Weitere Infos zum Klimaquartier Süd gibt es hier.