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Alte Kammerschleuse

Die denkmalgeschützte Pegeluhr an der Kammerschleuse am Luitpoldhafen.

Alte Kammerschleuse

Über die Hannelore-Kohl-Promenade zur denkmalgeschützten Pegeluhr

Ein kleiner Spaziergang in der Natur, dabei den in der Sonne glitzernden Rhein im Blick: Die Parkinsel und die alte Kammerschleuse gehören zu Recht zu den beliebtesten Ausflugszielen in Ludwigshafen, nur wenige Schritte von der Innenstadt entfernt.

Der knapp drei Kilometer lange Spaziergang führt von der Rheinschanzenpromenade hinüber auf die Parkinsel. Dann folgt der Weg dem Ufer immer am Rhein entlang. Benannt nach der verstorbenen Gattin des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl, lädt die Hannelore-Kohl-Promenade zu erholsamen Spaziergängen in wunderschöner Lage direkt am Fluss ein. Die Parkinsel selbst ist nicht natürlichen Ursprungs, sondern entstand durch den Bau des Luitpoldhafens in den Jahren 1893 bis 1898. Kurz darauf entstand auf der Insel der älteste Park der Stadt Ludwigshafen mit einer Gesamtfläche von knapp 30 Hektar.

Am südlichen Ende der Parkinsel gelangt man zur alten Kammerschleuse und zur Pegeluhr. Die ehemalige Kammerschleuse ist heute ein Baudenkmal und wurde zeitgleich mit dem Luitpoldhafen im Zeitraum 1894 bis 1897 errichtet. Die Schleuse verhinderte die Strömung des Rhein durch das Hafenbecken, dessen anderes Ende etwa zwei Kilometer flussabwärts lag. Im Jahr 1968 wurde die Kammerschleuse geschlossen und durch einen befahrbaren Damm ersetzt – die Parkinsel wurde dadurch streng genommen zur Halbinsel.

Eine historische Sehenswürdigkeit: Der Pegelturm an der alten Kammerschleuse

Der denkmalgeschützte Pegelturm ist eine historische Sehenswürdigkeit. Um 1900 nach Plänen des königlichen Straßen- und Flussbauamts Speyer gebaut, diente die Pegeluhr als offizieller Anzeiger der Wassertiefe des Rheins. Allerdings stand der zehn Meter hohe Turm einen Kilometer weit im Hafen, und so war das blaue Ziffernblatt mit den zehn großen goldenen Ziffern für die Schiffe auf dem Rhein überhaupt nicht zu sehen. Deshalb musste ein sogenannter Pegelspringer den Wasserstand ablesen, zur Hafenspitze rennen und die Zahl auf eine große Tafel schreiben. Der Pegelturm war bis 1965 in Betrieb, natürlich mit modernisierter Technik.