Kurier | Das Kundenmagazin von TWL

News

Lichttherapie gegen trübe Gedanken

Bei der Lichttherapie setzen sich Patienten vor eine Tageslichtlampe (Bild: fotolia.de/PhotoSG).

Lichttherapie gegen trübe Gedanken

Abhilfe bei Winterdepressionen

Wer im Winter zu Trübsinn und Traurigkeit neigt, dem kann eine Lichttherapie Linderung verschaffen. Dabei setzen sich Menschen mit Winterdepressionen vor eine Tageslichtlampe und nehmen eine Lichtdusche.

Lichttherapie ist eine Option für alle, denen die dunkle Jahreszeit aufs Gemüt schlägt. Der Lichtmangel der kurzen Wintertage führt bei manchen Menschen zu Antriebslosigkeit, Melancholie, einem großen Schlafbedürfnis und zu Heißhunger auf Süßes: Sie leiden unter einer Winterdepression, einer saisonalen Ausprägung der Depression, die im Frühjahr wieder verschwindet.

Die Ursache einer Winterdepression ist ein veränderter biologischer Rhythmus in der dunklen Jahreszeit. Denn der Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers wird durch den Lichteinfall ins Auge reguliert. Im Winter, wenn weniger Tageslicht ins Auge fällt, schüttet der Körper mehr Melatonin aus, ein Hormon, das den Schlaf fördert. Gleichzeitig sinkt der Serotonin-Spiegel im Blut. Den Mangel an diesem Glückshormon versucht der Körper durch gesteigerte Lust auf Zucker und Schokolade auszugleichen, da Süßes den Gehirnzellen wieder Serotonin zur Verfügung stellt. Eine Lichttherapie hellt die Stimmung auf, indem sie den Hormonaushalt reguliert. Vor allem bei leichten bis mittelschweren Winterdepressionen ist ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen.

Stimmungskick dank Lichttherapie

Dafür werden sogenannte Tageslichtlampen benötigt; das sind sehr helle Leuchten ab 2.500 Lux. Professionelle Geräte für eine Lichttherapie mit Tageslichtspektrum haben eine Beleuchtungsstärke von 10.000 Lux. Im Vergleich dazu: Normale Zimmerlampen haben zwischen 300 und 500 Lux. Dagegen beträgt die Beleuchtungsstärke an einem hellen Sonnentag 100.000 Lux, bei bedecktem Himmel im Winter sinkt sie auf 3.500 Lux ab.

Für eine Lichttherapie gegen Winterdepressionen setzen sich Patienten morgens 30 Minuten bis eine Stunde lang vor eine Tageslichtlampe, ohne direkt ins Licht zu schauen. Die Dauer der Lichtdusche hängt von der Stärke der Lampe ab. Der Abstand zum Lichttherapiegerät sollte etwa 80 Zentimeter betragen. Während der Lichtdusche ist Lesen, Essen oder Arbeiten erlaubt. Die Stimmung hellt sich meist bereits nach zwei Wochen Lichttherapie auf.

Vor der Anschaffung einer Tageslichtlampe sollte der Augenarzt konsultiert werden, um Augenerkrankungen auszuschließen, auf die sich eine Lichttherapie negativ auswirken könnte. Eine gute Tageslichtlampe kostet zwischen 100 und 200 Euro.

Spaziergänge statt Lichttherapie

Bei leichten Stimmungstrübungen im Winter reicht es aber meist schon, sich täglich bei Tageslicht im Freien aufzuhalten. So können beispielsweise Spaziergänge am Mittag, etwa im Ludwigshafener Ebertpark, auf der Parkinsel oder am Rheinufer, eine Lichttherapie ersetzen. Für Licht in Ludwigshafen, und das nicht nur in der dunklen Jahreszeit, sorgen übrigens die Mitarbeiter von TWL, die in der Querverbundleitwarte des Energieversorgers die rund um die Uhr im Einsatz sind.