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Nistkästen bieten Vögeln ein Zuhause

Nistkästen sind als Brutmöglichkeiten gefragt. (Bild: istockphoto.com/Elwitsch)

Nistkästen bieten Vögeln ein Zuhause

Künstliche Brutplätze tragen zum Artenschutz bei

Weil natürliche Brutplätze rar werden, fliegen viele Vögel auf Nistkästen. Der Vorfrühling ist die beste Zeit, um künstliche Nisthilfen im Garten aufzuhängen. Gerade jetzt suchen viele Vogelarten einen geeigneten Platz, um ihren Nachwuchs aufzuziehen.

In der Brutsaison sind Nistkästen ein gefragtes Zuhause für Vögel. Schließlich gibt es immer weniger natürliche Höhlen und Spalten, da morsche Bäume und Ackerflächen verschwinden und Hausbesitzer ihre Gebäude sanieren. Vögel und Fledermäuse haben es also schwer, Brutplätze in Ritzen und Spalten von Fassaden und Dächern zu finden. Daher zählen künstliche Nisthilfen zu den wichtigen Maßnahmen des Artenschutzes vor Ort.

Damit können Tierfreunde vor allen in Industriestädten zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Die Stadt Ludwigshafen geht mit gutem Beispiel voran. So integriert die städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG bei der Sanierung von Bestandsgebäuden wo immer möglich Nisthilfen in die Fassaden. Das Unternehmen kooperiert dabei mit dem ornithologischen Arbeitskreis der Volkshochschule Ludwigshafen.

Nistkästen ganz einfach selbst bauen 

Aber auch Privatpersonen können mit Nistkästen etwas für den Naturschutz tun. Wer hier aktiv werden will, sollte zunächst seinen Garten möglichst naturnah gestalten, um Vögeln und Insekten ein ausreichendes Nahrungsangebot zu bieten. Außerdem ist es sinnvoll zu beobachten, welche Vögel in der näheren Umgebung anzutreffen sind. Da verschiedene Vogelarten unterschiedlich große Einflugöffnungen benötigen, lässt sich auf diese Weise sicherstellen, dass die passende Nisthilfe für die Gartenbewohner zur Verfügung steht.

Nistkästen sollten aus dickwandigem Holz oder Holzbeton bestehen, leicht zu reinigen sein und keine Zwischenräume aufweisen. Wer die Nisthilfen selbst bauen möchte, kann sich zum Beispiel an der Anleitung des Nabu orientieren. Der ideale Platz für Nistkästen ist ruhig, wind-, regen-, und sonnengeschützt. Um Katzen und Marder fernzuhalten, hängen die Kästen mindestens zwei Meter über dem Boden optimal. Das Einflugloch sollte frei von Hindernissen und möglichst nach Osten oder Norden ausgerichtet sein. Ist der Garten groß genug, können auch mehrere Nistkästen mit unterschiedlich großen Einfluglöchern angeboten werden.

Im Winter bieten Nistkästen Wetterschutz

 Im Spätsommer, wenn die Brutzeit endet, gilt es, die Nistkästen zu entleeren und auszubürsten. Mit ihrer Wiederverwendung sollte man jedoch nicht bis zum nächsten Frühling warten, denn sie sind auch im Winter hilfreich. Dann benötigen viele Vogelarten Schutz vor Kälte, Regen und Unwettern und nehmen die Kästen gerne an. Schon im Spätherbst ist es also Zeit, die Nisthilfen wieder aufzuhängen.