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Hintergrund

Die Wasserballer vom Willersinn

Erfolgreiche Wasserballer: Die Herrenmannschaft des WSV Vorwärts Ludwigshafen behauptet sich seit 2007 in der zweiten Bundesliga Süd. (Bild: Uwe Dessloch)

Die Wasserballer vom Willersinn

WSV Ludwigshafen trainiert im Naherholungsgebiet

Bei schönem Wetter heißt es für die Wasserballer des WSV Vorwärts Ludwigshafen: Ab zum Training in den See! Die Sportler haben’s nicht weit; das Vereinsgelände des traditionsreichen Wassersportvereins liegt direkt am Ufer des Willersinnweihers. Ein echter Luxus! Denn das idyllische Badegewässer im Norden von Friesenheim, in dem die von TWL geförderte erste Mannschaft des Clubs gerne trainiert, ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Auf ihrem Vereinsgelände am Willersinnweiher fühlen sich die Wasserballer wie im Urlaub. (Bild: Uwe Dessloch)

Sie kraulen und kämpfen was das Zeug hält – Wasserballer brauchen einen langen Atem und dürfen sich nicht unterkriegen lassen: „Wasserball gehört zu den härtesten Mannschaftssportarten der Welt“, sagt Uwe Dessloch, der Erste Vorsitzende des WSV Ludwigshafen. Denn in der körperbetonten Disziplin, einer Mischung aus Handball und Rugby, kann es bei Zweikämpfen schon mal ordentlich zur Sache gehen. „Vor allem unter Wasser wird gerangelt und geklammert“, weiß Dessloch aus eigener Erfahrung.

Der 54-Jährige, seit seiner Geburt Mitglied des WSV, hat in seiner aktiven Zeit als Wasserballer selbst zahllose Spiele bestritten. Bis zum Ende der Saison 2016/2017 trainierte er außerdem viele Jahre lang die erste Herrenmannschaft. Im Sommer übergab er das Traineramt an seinen Nachfolger, den bisherigen Torhüter Pierre Hilbich, um sich künftig stärker auf den Vereinsvorsitz konzentrieren zu können.

Junge Wasserballer in den Startlöchern

Einen besonderen Fokus legt der Verein auf die Jugendarbeit. In ihrer Nischensportart müssen sich Wasserballer intensiv um den Nachwuchs bemühen – was dem WSV Ludwigshafen mit großem Erfolg gelingt. „Wir sind stolz darauf, dass wir auch in diesem Jahr als einziger Verein in Rheinland-Pfalz alle männlichen Jugendklassen in den Ligen melden konnten“, sagt der Vereinsvorsitzende. Der Sport habe jungen Leuten jede Menge Action und Spaß zu bieten: „Wer Leistungsschwimmen mit Mannschaftssport verbinden will, ist beim Wasserball genau richtig.“ Traditionell dominieren männliche Wasserballer den Sport. Doch beim WSV trainieren auch fünf Mädchen und junge Frauen zwischen zwölf und 19 Jahren. Sie dürfen bei Spielen in der männlichen Nachwuchsrunde antreten.

Auch wenn die Wasserballer in der Stadt nicht dieselbe Rolle spielen, wie die Handballer der TSG Ludwigshafen-Friesheim, besitzen sie längst eine feste Fangemeinde. Die Anhänger unterstützen den Verein insbesondere bei den Heimspielen im Hallenbad Süd lautstark. „Im Schnitt haben wir bis zu 100 Zuschauer, die im Bad für super Stimmung sorgen“, freut sich Dessloch.

Ludwigshafens Wasserballer punkten dank TWL

Vor allem die Spiele der ersten Herrenmannschaft, die sich seit ihrem Aufstieg 2007 erfolgreich in der zweiten Bundesliga Süd behauptet, begeistern die Fans. Das absolute Highlight der Saison 2016/2017 war der Einzug ins Achtelfinale im Deutschen-Wasserball-Pokal, wo das Team auf den Champions-League-Teilnehmer Waspo Hannover traf.

Die Terrasse der WSV-Gaststätte bietet einen traumhaften Blick ins Grüne. (Bild: Uwe Dessloch)

Das Saisonziel, in der stark besetzten Liga unter die ersten sechs Mannschaften zu kommen, hat das Team erreicht. In der nächsten Saison, in der ab Ende Oktober dann 14 statt bislang zwölf Teams antreten, peilt der WSV Ludwigshafen die Plätze fünf bis sieben an. Zum Erfolg trägt auch der Ludwigshafener Energieversorger TWL, seit 2008 Sponsor der ersten Mannschaft, maßgeblich bei: „Ohne TWL gäbe es in Ludwigshafen kein Zweitliga-Wasserball“, ist Uwe Dessloch überzeugt. Das Fördergeld verwendet der Verein hauptsächlich für Fahrt- und Schiedsrichterkosten sowie für die Übernachtungen bei den Auswärtsspielen.

Breitensport und Naherholung

Die Wasserballer bilden zwar die größte Abteilung des Vereins, doch der WSV bietet auch andere sportliche Aktivitäten – vom Schwimmen über Wassergymnastik bis hin zum Nordic Walking. Zudem ist das Vereinsgelände ein Anlaufpunkt für viele Hobbysportler und Erholungssuchende aus Ludwigshafen und Umgebung. Denn der Willersinnweiher bietet mit seinem Naturstrandbad viel Platz zum Schwimmen, Angeln oder Ausspannen inmitten idyllischer Natur. Der Blick ins Grüne lässt sich auf der Terrasse der WSV-Gaststätte besonders gemütlich genießen. Das wissen die Wasserballer und die anderen Vereinsmitglieder zu schätzen, wie Uwe Dessloch betont: „Wenn das Wetter passt, ist es bei uns wie im Urlaub. Unser Vereinsgelände gehört zu den schönsten in Ludwigshafen!“