Bei einem medizinischen Notfall zählt jede Minute. Genau dann handeln die First Responder von TWL, speziell ausgebildete betriebliche Ersthelfer. Rund 20 von ihnen leisten qualifizierte Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintrifft. Über das Ersthelfer-System KatRetter helfen viele auch nach Feierabend in Ludwigshafen und in der Region.

Ein Sturz auf dem Betriebsgelände, eine stark blutende Wunde, plötzliche Kreislaufprobleme:
In solchen Momenten kommt es auf rasche Hilfe an. Bei TWL sind dann die First Responder schnell zur Stelle. Sie versorgen Verletzte als wichtiges erstes Glied der Rettungskette und überbrücken die entscheidenden Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Quer durch die Belegschaft übernehmen Kollegen aus verschiedenen Bereichen diese Aufgabe. Wer First Responder werden möchte, absolviert eine Ausbildung zum Betriebssanitäter. Dazu gehören knapp 100 Stunden Theorie und Praxis sowie eine schriftliche und eine praktische Prüfung.
Die Helfer üben das richtige Handeln in Notfällen. Sie lernen, einen Notruf mit allen wichtigen Angaben abzusetzen, eine Wiederbelebung durchzuführen, Betroffene in die stabile Seitenlage zu bringen und Verbände anzulegen. Spätestens alle zwei Jahre frischen sie ihr Wissen in einer Fortbildung auf. Doch Wissen allein genügt nicht. Im Ernstfall verlassen sich die First Responder auf eine professionelle Ausrüstung, die ihnen von TWL zur Verfügung gestellt wird: Defibrillatoren, Sauerstoffgeräte und ein mehrere Kilogramm schwerer Notfallrucksack stehen bereit. Ein eigenes Fahrzeug bringt sie schnell zu den Einsatzorten. So gerüstet, versorgen die First Responder Kollegen in unterschiedlichen Notlagen.
WAS DIE HELFER ANTREIBT
Was bewegt die Mitarbeiter von TWL, diese Aufgabe neben ihrer eigentlichen Tätigkeit zu übernehmen? Für Manuela Ahrens, kaufmännische Ausbilderin bei TWL, ist die Antwort klar: „Mich motiviert vor allem der Wunsch, Menschen in schwierigen Situationen beizustehen“, sagt sie. „Gerade die ersten Minuten entscheiden in einem Notfall darüber, wie es einem Patienten später geht.“ Drei Praxistage auf einem Rettungswagen haben ihr gezeigt, worauf es im Einsatz ankommt. „Es braucht Belastbarkeit, Ruhe und Einfühlungsvermögen. Denn hinter jedem Menschen steht eine Geschichte.“
MIT KATRETTER FÜR DIE GANZE REGION DA
Das Engagement der First Responder von TWL endet nicht mit dem Feierabend. Über KatRetter unterstützen viele der ausgebildeten Mitarbeiter auch in ihrer Freizeit, wenn der Ernstfall eintritt. Die Integrierte
Leitstelle Ludwigshafen steuert die Notrufe in der Region. Sie verbindet das System direkt mit qualifizierten Ersthelfern in der Nähe. So sind Ausgebildete oft schon vor dem Rettungswagen am Ort. Für Manuel Wolff, Fachbereichsleiter Immobilien bei TWL und ebenfalls First Responder, war die Anmeldung bei KatRetter selbstverständlich. Die Bereitschaft, zu helfen, ist für ihn der Ausdruck einer klaren Haltung: „Als kommunales Unternehmen aus Ludwigshafen tragen wir Verantwortung für die Menschen vor Ort. Getreu unserem Motto ,Wir sind von hier‘ schützen wir nicht nur unsere Belegschaft, sondern leisten einen Beitrag für die Region“, betont er und ergänzt: „Im Notfall ist Nichtstun das größte Problem. Jeder, der hilft, macht einen Unterschied.“ Wie wichtig die ersten Minuten sind, zeigt sich bei jedem Einsatz. Jeder zusätzliche Ersthelfer, der schnell vor Ort ist, erhöht die Chance, dass ein medizinischer Notfall ein gutes Ende nimmt. Für TWL und die First Responder ist dieses Engagement gelebte Verbundenheit mit der Heimat – im Dienst und nach Feierabend.
SCHON GEWUSST? SO FUNKTIONIERT KATRETTER
KatRetter ist ein digitales Ersthelfer-System, das auch in Ludwigshafen und in der Region genutzt wird. Geht ein Notruf ein, alarmiert die Integrierte Leitstelle Ludwigshafen sofort den Rettungsdienst. Gleichzeitig sucht das System nach registrierten Ersthelfern in der Nähe und sendet ihnen eine Meldung auf das Smartphone. Wer den Einsatz annimmt, wird zum Notfallort navigiert und beginnt mit lebensrettenden Maßnahmen, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. Sobald die Rettungskräfte vor Ort sind, übernehmen diese. Alarmiert wird bei bestimmten lebensbedrohlichen Notfällen, etwa bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand oder bei Bewusstlosigkeit. Teilnehmen können volljährige Personen mit einschlägiger Qualifikation in der Erstversorgung, zum Beispiel betriebliche Ersthelfer.