News

Mehr Nachhaltigkeit im Garten

So bunt ist Klimaschutz: Eine Wildblumenwiese ist eine pflegeleichte und schöne Möglichkeit, um mehr Nachhaltigkeit im Garten zu schaffen (Foto: AdobeStock/Stephanie Albert).

Mehr Nachhaltigkeit im Garten

Mit diesen Tipps lässt sich die eigene Oase grüner gestalten

Es blüht und gedeiht, die Tage werden länger und die Temperaturen milder – da lockt es viele wieder nach draußen. Die Arbeit an der eigenen Grünfläche tut gut und wird mit dem richtigen Geschick mit schönen Blüten oder ertragsreicher Ernte belohnt. Auch für die Umwelt zahlt sich eine achtsame Begrünung des Gartens oder Balkons aus. Wie sich schon mit kleinen Veränderungen ein großer Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Garten leisten lässt, verraten diese Tipps.

Die bewusste Wahl der Pflanzen, die auf dem Balkon oder im Garten angebaut werden, ist für eine umweltfreundliche Begrünung besonders wichtig. Klatschmohn, Maiglöckchen oder Kornblumen: Heimische Pflanzen sind schön anzuschauen und benötigen weniger Pflege als exotische Gewächse, da sie an die örtlichen Klimabedingungen und Bodentypen angepasst sind. Auch für die Förderung der Artenvielfalt sind sie essenziell, da heimischen Insekten und Tiere an die Blütezeit und Fruchtangebote regionaler Pflanzen angepasst und entsprechend angewiesen sind.

So bunt ist Nachhaltigkeit im Garten

Ein weiterer Tipp zur Unterstützung der Artenvielfalt ist eine Wildblumenwiese. Diese blüht nicht nur schön bunt, sondern ist sehr pflegeleicht und bietet Insekten einen idealen Lebensraum. Laubhaufen, Altholz und wilde Hecken bieten Vögeln, Insekten und kleinen Säugetieren ebenfalls Zuflucht und Nahrung. Darüber hinaus freuen sich die tierischen Gartenbewohner auch über Nistkästen, Insektenhotels oder eine Trockenmauer.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil, um mehr Nachhaltigkeit im Garten zu schaffen, ist ein bewusster, ressourcenschonender Umgang mit Wasser. Um Wasser zu sparen, ist die Bewässerung mit Regenwasser ein toller Tipp. Beim Sammeln des Regenwassers kann der Kreativität freien Lauf gelassen werden, denn statt der klassischen Regentonne können alte Fässer und Wannen zum Hingucker im Garten werden. Restliches Kochwasser aus der Küche kann ebenfalls zum Gießen genutzt werden. Für eine möglichst nachhaltige Bewässerung ist regelmäßiges Mulchen zu empfehlen, da das Wasser dadurch langsamer verdunstet.

Pflanzenschutz durch Pflanzen

Für eine nachhaltige Gartenpflege spielt der Verzicht auf chemische Zusatzstoffe eine bedeutende Rolle. Statt mit Pestiziden und Mineraldüngern kann die Abwehr von Schädlingen und Krankheiten gelingen, indem darauf geachtet wird, dass die Pflanze vom richtigen Nachbarn umgeben ist. So kann beispielsweise Kapuzinerkresse Tomaten schützen und Rosen können durch Lavendel von Schädlingen abgeschirmt werden. Artenübergreifend hilft es, statt reihenweise gleicher Pflanzen vielfältige Arten mit ausreichendem Abstand zueinander zu pflanzen.

Bei der Wahl der Blumenerde ist es für die Umwelt förderlich, auf torfreduzierte oder bestenfalls torffreie Erde zu setzen, da sich der Torfabbau negativ auf unser Klima auswirkt. Als Düngemittel ist Kompost eine tolle Möglichkeit, kostengünstig und ohne chemische Mittel einen nährstoffreichen Bodenzusatz zu erzeugen. Neben dem klassischen Kompost gibt es verschiedene weitere Arten der Kompostierung – beispielsweise den Laubhaufen, die Wurmkiste und den Bokashi-Eimer. Je nach Platz und persönlicher Präferenz findet sich unter den vielfältigen Kompostierungsarten für jeden die passende Methode.

Mit dem richtigen Plan wird es grüner denn je

Wer Lust bekommen hat, das eigene grüne Projekt zu starten, sollte nicht direkt die Gartenhandschuhe anziehen, sondern sich erst ein Konzept überlegen. Denn die Grundlage einer nachhaltigen Gartenplanung liegt in der langfristigen Planung. Dabei sollte bei der Wahl der Pflanzen auf die Mischkultur und die Fruchtfolge geachtet werden. Für den idealen Standort der neuen Gewächse ist es ratsam, neben der botanischen Nachbarschaft auch den Sonnenlauf zu berücksichtigen.

In Sachen Nachhaltigkeit im Garten zeigt sich: Es gibt zahlreiche Mittel, um bei der eigenen Begrünung Ressourcen zu schonen, achtsam mit der Umwelt umzugehen und dabei die heimische Artenvielfalt zu fördern. Nachhaltiges Gärtnern macht nicht nur Spaß, sondern wirkt sich auch positiv auf unsere tierischen Mitbewohner und das Klima aus.