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Hintergrund

Zukunftswerkstatt macht fit fürs Berufsleben

Eine konstruktive Kommunikation ist im Berufsleben unerlässlich. Der Verein für Jugendhilfe unterstützt Jugendliche beim Erwerb von Schlüsselqualifikationen. (Bild: istockphoto/sasha2538)

Zukunftswerkstatt macht fit fürs Berufsleben

TWL-Spende unterstützt den Verein für Jugendhilfe

Die Zukunftswerkstatt des Ludwigshafener Vereins für Jugendhilfe leistet wertvolle Arbeit für junge Menschen auf dem Weg ins Erwachsenenleben. In Kooperation mit der BASF verhilft das Projekt zu einem guten Start in den Beruf.

Dienstag, 14 Uhr, ein Tag in der Zukunftswerkstatt: 15 Schüler der neunten Klasse warten gespannt auf ihre nächste Projektstunde. Heute steht auf dem Programm, wie sie konstruktiv mit anderen Menschen umgehen können. Dazu werden sie Feedback-Regeln lernen und erfahren, wie Körpersprache wirkt. Außerdem geht es um konfliktfreies Kommunizieren und die grundlegenden Voraussetzungen für Teamfähigkeit. In der Zukunftswerkstatt, einem Projekt des Ludwigshafener Vereins für Jugendhilfe, üben die Jugendlichen spielerisch und praxisnah die Basiskompetenzen fürs Berufsleben.

Jugend braucht Orientierung

Vor gut drei Jahren zusammen mit der Anne-Frank-Realschule plus und einer Spende der BASF ins Leben gerufen, bereitet die Zukunftswerkstatt Schüler auf den Einstieg in den Beruf vor. Sie verbessert damit deren Aussichten auf eine gute Ausbildungsstelle und hilft ihnen dabei, sich darin zu bewähren. Denn immer wieder bleiben Ausbildungsstellen unbesetzt. Das hängt nach Ansicht von Unternehmensvertretern oftmals damit zsammen, dass bei den Bewerbern in Sachen Schlüsselqualifikationen Einiges im Argen liegt.

Viele Firmen monieren große Lücken bei den Grundlagenkenntnissen, mangelnde Motivation und unzureichende soziale Kompetenzen. Hier will die Zukunftswerkstatt Abhilfe leisten. Sie vermittelt jungen Leuten grundlegende Qualifikationen, stärkt sie in ihrem Sozialverhalten und fördert ihre interkulturellen Kompetenzen.

Alle helfen mit

Kerstin Kripp, Projektkoordinatorin Zukunftswerkstatt beim Verein für Jugendhilfe, erklärt den Ansatz: „Wir betrachten es als eine gemeinschaftliche Aufgabe, die teilnehmenden Schüler auf einen erfolgreichen Berufseinstieg vorzubereiten“, sagt sie. Dazu holt der Verein Eltern, Schule und Wirtschaft ins Boot: „Wir nutzen die Schule als Rahmen, binden Eltern und Lehrkräfte ein und greifen auf Angebote von Unternehmen zurück, etwa Werksbesichtigungen zur beruflichen Orientierung. So flankieren wir die Schritte der Jugendlichen auf ihrem Weg in die Eigenständigkeit buchstäblich von allen Seiten und mit der größtmöglichen Aussicht auf Erfolg.“

Neben der Anne-Frank-Realschule plus hat sich inzwischen auch die Mannheimer Marie-Curie-Realschule der Zukunftswerkstatt angeschlossen. Gemeinsam mit den Schulleitungen stimmen derzeit zwölf Fachkräfte des Vereins die inhaltlichen Schwerpunkte ab und planen für die beiden Schulen und ihre teilnehmenden Klassen individuelle Module – ganz nach den jeweiligen Bedürfnissen vor Ort.

Die BASF hat auch diesen Ausbau der Zukunftswerkstatt durch weitere Spenden möglich gemacht. Zudem erhalten die Schüler bei Betriebsbesichtigungen Einblicke in den Arbeitsalltag verschiedener Berufe.

Zur Selbstständigkeit ermutigen

Das Engagement des Vereins erstreckt sich darüber hinaus auf viele weitere Angebote, insbesondere für Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen. Sie zielen darauf ab, den jungen Menschen ein weitgehend eigenverantwortliches und selbstständiges Leben zu ermöglichen. Sie sollen zukünftig soziale Schwierigkeiten aus eigener Kraft bewältigen können.

Für den Ludwigshafener Energieversorger TWL Gründe genug, den Verein Ende letzten Jahres mit der Weihnachtsspende von 5.000 Euro zu fördern, wie Dr. Iris von Kirschbaum betont, die Leiterin der Unternehmenskommunikation bei TWL: „Der Verein für Jugendhilfe leistet wichtige Arbeit für unsere Stadt. Mit einer Vielzahl von Angeboten geben die Mitarbeiter Jugendlichen eine langfristige Perspektive.“  Vereinsvorstand Christoph Andes ergänzt: „Uns ist wichtig, dass die jungen Leute Schritt für Schritt ihren Weg in die Selbstständigkeit finden. Über drei ‚Verselbstständigungsstufen‘ vom stationären Wohnen, über das betreute Wohnen bis hin zu ambulanter Unterstützung lernen sie, sukzessive mehr Eigenverantwortung zu übernehmen, und erreichen darüber behutsam und nachhaltig ihre Eigenständigkeit.“