Hintergrund

Start-ups zieht’s ins Innovationszentrum Freischwimmer

Gemeinsam für das Innovationszentrum Freischwimmer (von links): Jörg Grischy, Geschäftsführer TWL Immobilien GmbH, Stephanie Henn, Geschäftsführerin TWL International GmbH, und Sabine Rudolph, Geschäftsführerin Freischwimmer GmbH. (Bild: TWL)

Start-ups zieht’s ins Innovationszentrum Freischwimmer

Eröffnung der Gründer-Location im Juni

Mit dem Innovationszentrum Freischwimmer im ehemaligen Hallenbad Nord trifft TWL den Nerv der Gründerszene. Bereits seit Monaten bewerben sich Start-ups um einen Platz im Accelerator-Programm des neuen Gründerzentrums in Friesenheim. Bei der Eröffnung am 13. Juni werden sich die besten Bewerber vor einer Jury präsentieren.

So sah das Hallenbad Nord in den 1960er Jahren aus. (Bild: Stadtarchiv Ludwigshafen)

Noch wird kräftig umgebaut am Innovationszentrum Freischwimmer am Ebertpark. Doch mit jedem Tag verwandelt sich das ehemalige Hallenbad Nord ein Stück mehr in einen Ort, an dem Existenzgründer vielversprechende Geschäftsideen zur Marktreife bringen sollen. Der Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes folgt einem ehrgeizigen Zeitplan: Bis zum Sommer soll das Hallenbad aus den 1950er-Jahren, das der Ludwigshafener Energieversorger TWL im Dezember 2016 erwarb, als Gründerzentrum für Start-ups in neuem Glanz erstrahlen. Eröffnet wird es am 13. Juni im Rahmen des Nationalen Digitalgipfels des Bundeswirtschaftsministeriums, der in diesem Jahr in Ludwigshafen stattfindet.

Dass sich hier eine interessante Location für Start-ups entwickelt, hat sich in der Gründerszene bereits herumgesprochen. Schon seit Monaten erhalten die Projektverantwortlichen von TWL Bewerbungen von Existenzgründern aus ganz Deutschland. Sabine Rudolph, seit April Geschäftsführerin des Innovationszentrums Freischwimmer, ist mehr als zufrieden mit der Resonanz: „Es läuft sehr gut an. Wir bekommen nicht nur Bewerbungen von Start-ups, sondern auch viele Anfragen von Investoren und Experten aus Unternehmen, die sich als Mentoren engagieren wollen“, betont sie.

Starthilfe für Gründer im Innovationszentrum Freischwimmer

Erfahrene Fachleute aus der Praxis sind fester Bestandteil der Förderprogramme, mit denen das Innovationszentrum künftig Existenzgründer unterstützt. In dem auf drei Monate angelegten Freischwimmer-Accelerator-Programm stehen verschiedene Experten in Coachings und Workshops Gründern in der Frühphase etwa bei Fragen zur Konzeptentwicklung sowie bei der Definition von Finanzierungsquellen zur Seite. Das Freischwimmer-Pilotierungsprogramm wiederum bereitet reifere Start-ups in sechs bis zwölf Monaten auf künftiges Wachstum vor und hilft beim Übergang von der Pilotphase in den Geschäftsbetrieb.

Welche Jungunternehmer in die erste Auflage des Förderprogramms aufgenommen werden, entscheidet sich bei der Eröffnung des Innovationszentrums Freischwimmer am 13. Juni. Dann präsentieren die acht besten Bewerber ihre Geschäftsidee einer fachkundigen Jury. „Unser Ziel ist, mit fünf Gründerteams zu starten“, sagt Sabine Rudolph.

Gründerzentrum mit inspirierender Atmosphäre

Für sie bringt der Freischwimmer ebenfalls einen Neustart. Denn die gestandene Fachfrau für Marketing, die 20 Jahre beim Ludwigshafener Software-Unternehmen SHE Informationstechnologie tätig war und dort das Marketing leitete, stellt sich hier einer neuen beruflichen Herausforderung. Ihre Funktion als Geschäftsführerin des Innovationszentrums begeistert Sabine Rudolph auf ganzer Linie: „Ich habe eine reizvolle und spannende Aufgabe in einer für mich ganz neuen Branche. Mir gefällt die Offenheit der jungen Gründer, die sich intensiv miteinander austauschen und vernetzen.“

Für das Förderprogramm des Innovationszentrums Freischwimmer bewerben können sich Start-up-Teams mit mindestens zwei Personen aus der Metropolregion Rhein-Neckar und darüber hinaus, die mit innovativen Geschäftsideen aus den Bereichen Energie & Wasser, Mobilität und Future City & Digital City Solutions aufwarten.

Netzwerken in Coworking-Spaces

Neben einer gezielten Förderung bietet das Innovationszentrum Freischwimmer den Jungunternehmen moderne Gemeinschaftsbüros in einer inspirierenden Umgebung. Denn in der ehemaligen städtischen Badeanstalt, deren architektonische Details aus den 1950er-Jahren beim Umbau teilweise erhalten bleiben, stehen künftig Coworking-Spaces mit 60 vollausgestatteten Arbeitsplätzen zur Verfügung. Diese können von Firmen und Einzelpersonen tageweise oder länger fristig angemietet werden. In den Pausen oder für entspannte Treffs im Freien lockt ein begrünter Innenhof. Raum für Events wird es ebenfalls geben: im ehemaligen Lehrschwimmbad entsteht derzeit ein Veranstaltungsbereich für bis zu 80 Personen. Sabine Rudolph freut sich schon darauf, dass es bald losgeht: „Viele aus der Metropolregion interessieren sich für unsere Angebote. Der Freischwimmer ist einzigartig in Ludwigshafen und Umgebung.“